Das Wort als Spiegel

Ein Wort ist nur ein Wort. Es ist perfekt und doch nicht wahr. Es ist da und doch drückt es vielleicht die Wahrheit aus. Der Inhalt, den wir selbst diesem Wort geben, macht es, was wir darunter verstehen, nicht das Wort selbst. Wir selbst sind es, die wir Bücher und Zeitschriften schreiben und lesen. Wir selbst sind es, die den Worten anderer lauschen. Wir selbst sind es, die uns ein Bild, Bilder darüber machen, was das Geschriebene, Gesprochene, Gesehene, Gehörte aussagt, aussagen will. Wie wir verstehen und was wir verstanden haben, sagt lange nichts darüber aus, was derjenige ausdrückte oder mitteilen wollte. Wir kennen selten den wahren Inhalt, die Botschaft seiner Worte und Gedanken. Wir kennen nur die Botschaft dessen, was wir bereit/fähig sind zu verstehen, wahrzunehmen, zu erkennen, hineinzuinterpretieren. Unser Verständnis, unsere Wahrnehmung, unsere innere Datenbank an Informationen, die wir über die Zeit angesammelt haben und vorsichtig wie einen Schatz bewachen, ist nichts anderes als nur ein Spiegel unserer eigenen Gedankenwelt, unserer Entwicklung, unseres eigenen Verständnisses der Welt und der Zusammenhänge, sowie unseres Willens, hinter dem Offensichtlichen das Wahrhaftige spüren, hören, sehen, vertrauen, erkennen, lieben zu wollen.

Aus dem Buch “Der Mensch und seine Heilung – Das göttliche Puzzle” Seite 105

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