Der Entscheidungsschritt

Der Mensch muss zuerst einen Entscheidungsschritt machen, sozusagen blind das Risiko eingehen und die besagte Entscheidung treffen. Wenn dieser Schritt getan ist, öffnen sich die passenden Tore und dem Menschen fließt auf einmal all das zu, worauf er mit seinem Schritt zugegangen ist.

Wäre dem nicht so, würde sich dem Menschen seine Illusion bestätigen, dass er einen falschen Schritt (falsch gibt es ja nur auf der Bühne) machen kann, dass er daneben treten und sogar rückwärtslaufen kann.

Der Mensch braucht es, die Erfahrung selbst zu machen. Kein vermitteltes, fremdes Wissen – auch wenn es sich um das göttliche handeln sollte – ersetzt diese Eigenerfahrung. Dabei gibt es keine Ausnahme. Egal welchen Schritt er macht, es ist alles in Ordnung und es kann nichts Tragisches passieren, weil es in der Wirklichkeit so etwas wie einen Schritt daneben nicht gibt.

Wenn er einmal, aus menschlicher Sicht (die nur auf den Bühnenvorstellungen, was für ihn gut und optimal ist und wohin er sich bewegen will/soll, basiert) daneben treten oder einen Rückschritt machen sollte, dann kann nichts Schlimmeres passieren, als dass all das auf ihn zukommt, was er braucht, um dieses zu erkennen und seinen Schritt im nächsten Schritt wieder zu korrigieren. Man kann sich nie – und das ist ganz wichtig – nie (auch in menschlicher Denkperspektive) von dem ersehnten Weg mehr als einen Schritt (und eben das stimmt auch nicht, aber belassen wir es für den Verstand dabei, sonst hat der Mensch überhaupt kein Bild und keinen Anhaltspunkt) entfernen. Warum? Weil schon der nächste Schritt ihn auf den gewünschten Pfad führen kann. Und obwohl es die menschliche Logik und mathematisches Denken nicht zulassen, würde er den nächsten Schritt wieder in die anscheinend verkehrte Richtung tun, wäre er trotzdem nicht zwei Schritte von seinem Pfad, sondern wieder nur den einen Schritt vom nächsten entfernt. Egal wie weit der Mensch glaubt, sich entfernt zu haben, es ist immer nur der eine, der nächste Schritt, der ihn von dem EINEN trennt.shutterstock_341004392

Aus dem Buch „BewusstseinsCoaching 2 – Die verkehrte Logik„, Seite 40 von Kristina Hazler