Das Erwachen und die Polarität

In einer Phase ihres Erwachens lernen bestimmte Gruppen von Menschen, dass Kontrolle ein Machtinstrument ist. Sie verschließen trotz ihres spirituellen Strebens und Glaubens an die göttlichen Gesetze die Kontrolle in der Schublade der „bösen“ Dinge, so als gäbe es im Göttlichen irgendetwas, was Sinn hätte irgendwo eingesperrt, ausgeschlossen, verurteilt oder von anderen ferngehalten zu werden. Dass diese Menschen erst im langsamen Prozess des Erwachens sind, kann man gerade an diesem Verhalten sehen. Sie ahnen schon irgendetwas „Großes“, sie ahnen andere Gesetze als die weltlichen, aber sie denken noch im Gewohnten und täuschen sich dabei noch selbst im Glauben.

Könnte ich es, dann würde ich in die Welt rufen: Bitte, meine lieben Kinder, merkt euch, das Gute kann man nicht durch das Ignorieren, Wegsperren, Vernichten oder Ausrotten des Bösen wiederherstellen! Bitte, merkt es euch! Speichert es in euch. Tragt es vor euren Augen, in euren Ohren, im Gedächtnis. Lasst es durch euer Handeln und Tun wirken, das Wissen darüber, dass das Böse erst durch das menschliche Einordnen, durch das menschliche Urteilen und Werten, als solches entsteht. Ohne Programmierung, ohne „0″ und „1″, hat es doch einen neutralen Wert und alles, was als solches (schlecht, böse, …) erscheint, dient gerade der großartigen, einmaligen, letztendlichen Erfahrung, dass es nichts Böses in dieser Welt gibt außer der Vorstellung vom Bösen.

 Aus dem Buch “BewusstseinsCoaching – Das menschliche Paradoxon“, Seite 115

diesen Artikel können Sie auch hier kommentieren: facebook ->