Welche Hilfe brauchen wir?

Oft hoffen wir auf ein Wunder, flehen nach Hilfe, einem Impuls, einer Veränderung. Unbewusst halten wir aber an einer genauen Vorstellung davon fest, wie diese Hilfe, die Veränderung geschehen soll und lassen dadurch bestimmte kreative, klärende, heilende Energien und Situationen gar nicht zu.

Tage-, monatelang drehen wir uns in einem Kreis der Gedanken, aus dem wir beim besten Willen nicht aussteigen können und sehen das nicht, was in unserer unmittelbaren Nähe für uns bereit liegt. Wir ahnen, dass wir uns verfahren, dass wir in diesem Moment keinen Weitblick haben, dass wir in uns verfangen, benebelt und beengt sind und trotzdem glauben wir zu wissen, was für uns das Beste ist.

Wie können wir in einem solchen (verlorenen, verwirrten, luftigen, entfernten) Zustand wissen, welche Veränderung, welche Hilfe, welche Idee wir eigentlich brauchen? Wir sind doch blind, taub, benebelt, wir kennen uns nicht aus …

Warum geben wir den neuen Impulsen, die wir doch irgendwo erahnen, wie verrückt sie auch zu sein scheinen, nicht eine Chance? Wieso lehnen wir sie von vornherein ab? Haben wir denn nicht schon alles andere ausprobiert?

Aus dem Buch „Erwachen im MenschSein – Das Experiment“ S. 325