Krankheit als die Wahl des Geistes?

 

Ich denke, die Krankheit ist eine Wahl, eine Entscheidung. Die Krankheit ist die Wahl des Geistes, sich in der getrennten, farblosen, aussichtslosen Welt der gleichen, unerkennbaren, miteinander konkurrierenden, für einen besseren, besonderen, auserwählten Platz kämpfenden Teile zu sehen. Besser, größer, bedeutender, kräftiger, wissender, sichtbarer als die anderen werden zu wollen oder zu müssen, statt zu entdecken und anzunehmen was man bereits ist, ist die verwirrte Ausrichtung des gekränkten, verletzten, „verlorenen“ Geistes in uns, der an die Krankheit, Schmerz, Trauer, Kampf und Verleugnung als Notwendigkeit, sogar Gesetzmäßigkeit des menschlichen Daseins glaubt.

Das göttliche Bild könnte nie harmonisch und friedvoll, das heißt paradiesisch wirken, wenn es Puzzleteilchen geben würde, die aus dem Bild rausstechen, wenn auch rausstrahlen würden. Die Heilung ist, diese scheinbare „Wertlosigkeit“ – die nicht wertlos und auch ohne Wert, sondern ohne zu werten, ohne zu urteilen ist, anzunehmen und zu leben. Die Heilung heißt auch, die Illusion des Wertlosen zu durchschauen und sich als wert- und bedeutungsvoll jenseits aller Schubladen und Kategorien zu erkennen, anzunehmen und zu umarmen.

Aus dem Buch “Der Mensch und seine Heilung – Das göttliche Puzzle” Seite 116