Sicherheit in einer unsicheren Welt

Was ist das hier für eine verkehrte Welt. Wo bin ich denn gelandet? Einen Moment sicher, im Wissen, im Vertrauen, Handeln und Tun, in Zuversicht und Freude an allem, was ich tue – im nächsten Moment schon klein und eingeschüchtert wegen allem, was ich in Sicherheit getan habe.

Wie unlogisch es auch klingt, wie unmöshutterstock_196705016glich es auch scheint, ich zweifle meine eigene Sicherheit an. Zweifle ich? Meine eigene Sicherheit an? Warum? Wie soll das gehen? Wie kann man irgendetwas, was sicher war, anzweifeln, es unsicher machen? Das ist doch unmöglich! Das was sicher ist, ist sicher, was unsicher ist, ist unsicher – oder sehe ich das falsch? Ist das nicht sicher, dass es so ist? Ist die Sicherheit nicht sicher? Brauchen wir als Menschen deswegen so viele Versicherungen und Policen, Alarmanlagen und Schlösser, weil die Sicherheit nicht sicher ist? Wieso nennen wir sie dann Sicherheit? Warum lässt man sich davon täuschen oder warum spricht man es mit einem verkehrten Namen an?

Warum hat man uns gelehrt, etwas Sicherheit zu nennen, was keine Sicherheit ist? Wie kann doch ein Stück Papier, eine bezahlte Gebühr, auch wenn regelmäßig und egal wie hoch, Sicherheit versprechen und erschaffen? Verschwinden durch eine Bezahlung, durch eine Unterschrift all die Gefahren? Verschwindet dadurch das, wovor ich mich fürchte oder bedeutet es nur, wenn die Unsicherheit noch immer da ist, dass ich nicht genug bezahlt, eine falsche Police abgeschlossen habe?

Aus dem Buch „BewusstseinsCoaching – Die verkehrte Logik“ , Seite 148