Sprache des Körpers

Der Körper ist unter anderem ein symbolisches Werkzeug, dessen Aufgabe ist es, Informationen zu liefern bzw. sie so zu übersetzen, dass der jeweilige Mensch sie verstehen kann. Wie könnte man es sich noch besser vorstellen? Wenn beispielsweise ein Mensch eher die Sprache des Schmerzes und der Krankheit versteht, wird der Körper mit ihm höchstwahrscheinlich auch auf dieser Ebene kommunizieren. Das heißt nicht, dass der Mensch zwangsläufig Schmerzen haben und krank…

Schicksalsschrammen

Es gibt Verletzungen, die passiert sind, weil wir so sind wie wir sind und weil das Leben um uns herum lebt und seine eigenen Weichen schlägt. Versuchen wir die Schrammen (physische und psychische Falten, Narben und Male) zu kaschieren? Oder überlassen wir die ganze Angelegenheit lieber gleich den scheinbaren Profis, welche die sichtbaren, offensichtlichen Spuren und Beweise der scheinbaren Ungeschicklichkeit, Unbeholfenheit, Tollpatschigkeit oder einfach des „Schicksals“ beseitigen können? Wollen wir…

Wenn man nicht muss kann man alles!

Es geht grundsätzlich darum, sich von so einem scheinbaren „Misserfolg“ nicht einschüchtern und entmutigen zu lassen und schon überhaupt nicht zu denken, dass man etwas falsch gemacht oder versagt hat. Erwarte nicht viel von Ratschlägen und vor allem erwarte nicht, dass du sofort, nachdem du erkannt hast, worum es geht, lernst, ganz locker mit dem Thema umzugehen oder dass ein Problem augenblicklich seine Wirksamkeit verliert. Wir befinden uns in einem Jahrhundert, wo sich…

Müssen wir dickhäutig werden?

Meiner Meinung nach lernt der Mensch mit der Zeit seinen Schmerz auszuschalten, ihn irgendwo hin zu verschieben, wo er nicht lästig ist, in eine Körperecke einzusperren, auf die er glatt verzichten kann, die er nicht so dringend für seinen JOB, sein Funktionieren braucht. Ein Mensch ist fähig, sich einen richtigen Panzer, eine Elefantenhaut zuzulegen, um sich selbst vor dem eigenen und dem Schmerz der anderen zu schützen, unempfindlich zu machen.…

Wollen wir uns heilen?

Ich glaube, wenn wir uns heilen wollen, wenn wir nicht mehr Schmerz, keine Beschwerden mehr haben wollen, wenn wir statt krank gesund sein wollen, müssen wir uns zuerst selbst bewusst werden, was wir damit meinen: Bin ich wirklich krank oder glaube ich nur krank zu sein, weil es sich als krank anfühlt oder weil ich dieses Gefühl als „krank“ zu identifizieren gelernt habe. Wenn ich das Wort „krank“ weglasse, wie…

Suche nach Antworten

Die ersehnten Impulse und Antworten, nach denen wir so lange gesucht, auf die wir gewartet haben, befinden sich oft in unserer unmittelbaren Nähe – in uns selbst. Sie warten auf einen Augenblick, wenn Schichten von Trauer, Schmerz, alten Vorstellungen und Überzeugungen abfließen, von uns losgelassen werden und den Impuls, das Gesuchte für uns sichtbar, wahrnehmbar machen. Es bedarf oft keiner speziellen Technik oder Erkenntnis. Es bedarf nur des Vertrauens auf…

Die Bretter, welche die Welt bedeuten …

Auf einmal gibt es nur eins … die Bühne. Man weiß nicht mehr, wann der Vorhang hochgegangen ist, man weiß nicht, wann er runter geht. Man weiß gar nicht mehr, dass es da einen Vorhang gab. Man sieht die Bretter nicht, man sieht nur die Welt. Es gibt keine Zuschauer, es gibt keine Schauspielkollegen … Es ist jetzt und man lebt. Man lebt mitten in einer Rolle. Man ist in…

Wohin mit der Traurigkeit?

Heute ist ein wunderschöner Sonntag – könnte man meinen. Aufgewacht bin ich mit guter Laune, der ganze Tag war vor mir, es sollte ein gemütlicher Tag werden. Und dann ist irgendetwas passiert, die Stimmung ist gekippt, ich weiß nicht ganz genau warum. Der schöne Sonntag schien dahin zu sein und ich war auf einmal ein Haufen Trauer, Leid und Unglück oder so ähnlich. Einfach von einer Sekunde zur anderen, vom…

Kraft und Ohnmacht

Klara schreibt in ihr Tagebuch: Immer, wenn es einem von uns schlecht geht, scheint noch irgendetwas zusätzlich zu geschehen, das die Schmerzgrenze des scheinbar Erträglichen noch weiter ausdehnt. Eine Grenze, vor der ich schon von vornherein in meinen Gedanken panische Angst habe. Alles scheint in mir überzeugt zu sein: noch ein Stück, noch ein wenig, noch ein Schritt zum Abgrund und die Welt bricht zusammen, alles wird vorbei sein. Meine…

Krankheit als die Wahl des Geistes?

  Ich denke, die Krankheit ist eine Wahl, eine Entscheidung. Die Krankheit ist die Wahl des Geistes, sich in der getrennten, farblosen, aussichtslosen Welt der gleichen, unerkennbaren, miteinander konkurrierenden, für einen besseren, besonderen, auserwählten Platz kämpfenden Teile zu sehen. Besser, größer, bedeutender, kräftiger, wissender, sichtbarer als die anderen werden zu wollen oder zu müssen, statt zu entdecken und anzunehmen was man bereits ist, ist die verwirrte Ausrichtung des gekränkten, verletzten,…