Träume – Teil 1

Die Träume haben es manchmal so an sich. Sie können uns beflügeln, aber sie können uns auch an den Rand eines tiefen Abgrundes bringen, um uns dabei zu helfen zu erkennen, was sich so anbahnt, bevor es „zu spät ist“. Sie sind – genauso wie alles andere – führende, aber auch verleitende Symbole unseres gespaltenen und ungespaltenen Selbst. Die Qualität der Träume ist es, die uns verrät, aus welcher Ecke die Botschaft kommt. Es kann sich um einen WAHRHAFTIGEN Impuls handeln oder es wird „nur“ der Grad der Verwirrung, die gerade unter der Oberfläche herrscht, aufgezeigt. Deswegen ist es sehr schwierig, wenn manche Menschen jeden einzelnen Traum zu zerpflücken und zu deuten versuchen. Sie ahnen eine „fremde“, symbolhafte Sprache hinter dem Traumgeschehen, die man speziell übersetzen muss, und dabei ist es so einfach – jeder einezelne träumt „seinen“ Traum in seiner eigenen Sprache. Die Symbolik der eigenen Träume ist so („angepasst“), wie der Träumende es braucht, damit er fähig ist, die Botschaft zu entschlüsseln.  Man kann auch sagen, die Traumsprache ist optimal auf den Träumenden getunt.

Aus dem Buch “BewusstseinsCoaching – Das menschliche Paradoxon“, Seite 71