Wenn Träume wahr werden

Was ist ein Traum und was die Wirklichkeit? Welche Träume sind dafür da, um wahr zu werden? Und hat man überhaupt einen Anspruch, ein Recht seine Träume zu leben, sie zur Realität zu machen, oder ist schon selbst das Streben nach so etwas eine reine Träumerei?
Kann es möglich sein, dass man seine Träume und Herzenswünsche, die eines Tages Wirklichkeit zu werden „drohen“ – aus Angst, dass die Realität anders als erträumt ist, aus Angst, dass man sich (ent)täuscht und damit die schöne „Einmalwirdallesgut“-Illusion für immer verliert, aus Angst, dass man plötzlich „traumlos“ bleibt – also kann es sein, dass man aus diesen Ängsten die Träume ewig unter Verschluss hält, ständig in gleicher unerreichbarer Entfernung vor sich schiebt, gar nicht wahr werden lassen will?

Kann es sein, dass die Funktion der Träumerei eigentlich „nur“ die Unterstützende, die Unterdiearmegreifende, die Nachvorschauende, die Treibende, Hoffnung-, Aussicht-, Lichtblickgebende ist?

Was würde passieren, wenn ein Traum wahr würde, wenn plötzlich alle Träume erfüllt wären? Ist es dann aus und vorbei? Keine Träume mehr? Kein Hoffen, kein Lichtblick? Erwartet einen dann nichts mehr? Kein großes Glück, keine große Liebe? … oder ist es anders und man braucht nur aufwachen um sich bewusst zu werden dass man sich bereits mitten in der erträumten Wirklichkeit befindet … und/oder ist es an der Zeit neue Träume zu träumen (wir wissen doch schon wie das geht …)?