Wohin mit dem Ärger?

Menschen können wütend, traurig werden und sogar aus Gewohnheit leiden. Einfach weil es sich in bestimmten Situationen so gehört, man hat es von Kindheit an so gelernt. In verschiedenen Ländern gehört es zur Tagesordnung, sich über die Umstände, das System, das Regime, die Versorgung, zu ärgern. Man glaubt an einen „berechtigten“ Zorn und daran, sich zumindest so ein wenig Freiheit zu verschaffen. Man hat dabei nicht bedacht, dass gerade solche Dinge wie Wut und Ärger, dass gerade sie es sind, die einen endgültig unfrei machen. Es bleibt jedem überlassen, ob er sich frei oder unfrei fühlen will, ob er sich ärgern oder nicht ärgern will. Ganz besonders, wenn es um das Ärgern aus Gewohnheit oder „Berechtigtheit“ geht oder weil es sich scheinbar gehört. Das kann wirklich jeder für sich selbst entscheiden. Das, was letztendlich zählt, ist die Absicht. Alles andere geschieht dann wie von selbst, ein Schritt nach dem anderen, so wie es für jeden optimal ist.